Bürgermedienpreis 2026

Herausragender Erfolg: Hauptpreis des Bürgermedienpreises geht an die „Rabenbande“

 

 

Großer Jubel bei der Jugendredaktion des inklusiven Radioprojektes „IrreLeicht bei Radio Corax“:

 

Am 4. September wurde die „Rabenbande“ mit dem Hauptpreis des Bürgermedienpreises Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Ihr tief bewegender Hörfunk-Beitrag über die Gedenkstätte „Roter Ochse“ in Halle (Saale) beeindruckte die Jury nachhaltig. Damit geht dieser wichtigste nichtkommerzielle Medienpreis des Landes zum ersten Mal an die Radiogruppe einer Förderschule.


Ein feierlicher Moment unter großem Applaus


Die Freude war riesig, als Erik, Benjamin, Sean-Luca, Joel Elias, Nidal und Finn-Joel am 4. September auf die Bühne gerufen wurden. Aus den Händen der bekannten Radio-SAW-Moderatorin und Laudatorin Freddy Holzapfel durfte die engagierte Jugendredaktion – begleitet von ihrer Lehrkraft Nico Bohndorf und dem Medienkünstler Marcus-Andreas Mohr – den mit 750,00 Euro dotierten Hauptpreis entgegennehmen.


Ausgezeichnet wurde ihr herausragender Hörfunk-Beitrag „Roter Ochse – gesehen von der Rabenbande“.

 

Geschichte greifbar gemacht: „Roter Ochse – gesehen von der Rabenbande“


Der Gewinner-Beitrag der Jugendlichen widmet sich einem schweren, aber enorm wichtigen Kapitel der deutschen Geschichte. Das Gebäude der heutigen Gedenkstätte ROTER OCHSE in Halle (Saale) diente von 1942 bis 1945 als zentrale Hinrichtungsstätte der Nationalsozialisten, in der mindestens 549 Menschen mit dem Fallbeil oder dem Galgen hingerichtet wurden.


In ihrem Beitrag schildern die Jugendlichen sehr eindrücklich und spürbar bewegt ihre ganz persönlichen Gedanken an diesem historischen Ort. Dabei gelingt es der Redaktion der Förderschule, eine Brücke zwischen der Vergangenheit, unserer Gegenwart und der Zukunft zu schlagen. Sie regen die Hörerinnen und Hörer aktiv dazu an, sich der zentralen Frage zu stellen: Könnten sich solche Ereignisse heute in Deutschland wiederholen?

 

Hohe Wertschätzung für gelebte Inklusion


Der Bürgermedienpreis ist weit mehr als ein gewöhnlicher Wettbewerb – er steht für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dass diese bedeutende Auszeichnung erstmals an eine Radiogruppe der Förderschule „Helen Keller“ geht, ist ein starkes Zeichen der Anerkennung. Es würdigt die kontinuierliche und erfolgreiche Kooperation zwischen der Schule und Radio Corax in den verschiedenen inklusiven Jugendredaktionen, die maßgeblich von Annett Pfützner und Marcus-Andreas Mohr begleitet wird.


Im Rahmen dieses Projekts erhalten die Jugendlichen eine hörbare Plattform für ihre eigenen Themen und Meinungen. Sie erlernen frühzeitig den klugen und sicheren Umgang mit Medien – vom Einsprechen der Texte bis hin zum eigenständigen Schneiden der Beiträge. Eine solche Zusammenarbeit ist jedoch keine Selbstverständlichkeit: Sie basiert auf engagierter, ehrenamtlicher Arbeit und lebt von freien, nichtkommerziellen Strukturen. Diese gilt es unbedingt zu bewahren und zu fördern, um Jugendlichen und Menschen mit Behinderung auch in Zukunft eine laute, unüberhörbare Stimme in unserer Gesellschaft zu geben.

 

Text: Nico Bohndorf

 

 

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Lizenzen & Quellen

Juniorwahl 2026

Demokratie lernen und leben: Die Juniorwahl 2026 an der Schule des Lebens Helen Keller 

 

Vergangene Woche hieß es für unsere Schülerinnen und Schüler: „Ab an die Wahlurne!“ Anlässlich der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben wir uns dem landesweiten Schulprojekt der Juniorwahl angeschlossen.

Das Projekt stieß auf großes Interesse: 107 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 12 waren wahlberechtigt, wovon 59 ihre Stimme abgaben. Das entspricht einer starken Wahlbeteiligung von 55,14 %!

 

Die Jugendlichen konnten wie bei der echten Wahl eine Erststimme für den Direktkandidaten unseres Wahlkreises und eine Zweitstimme für eine Partei abgeben. Zuvor wurden die politischen Programme, Themen wie Erst- und Zweitstimme sowie die Bedeutung demokratischer Wahlen ausführlich im Unterricht (u.a. in Sozialkunde, Deutsch und Geschichte) vorbereitet.

 

Text: D. Knauer